DGKM & Katastrophenmedizin: Mehr als Notfallmedizin

Katastrophen sind unplanbar. Doch brauchen sie – wenn sie sich ereignen – sofortige Bewältigungsstrategien. Ob durch Flut, Hitzewellen, Klimawandel, Erdbeben, Terror, Krieg oder Verseuchungen: Viele Menschen und häufig auch die Infrastruktur sind betroffen.

Es muss gesichtet, priorisiert, gerettet werden, stets mit dem Blick, schnellstmöglich wieder eine weitestgehend optimale individual-notfallmedizinische Versorgung zu erreichen.

Wir, die Mitglieder der DGKM, widmen uns schon heute der Entwicklung interdisziplinärer Bewältigungsstrategien. Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen engagieren sich in unserer Fachgesellschaft vorausschauend, kompetent und vielfältig für die Bewältigung im Katastrophenfall – damit mit unzähligen Betroffenen schnell gehandelt werden kann.

Unser Auftrag:

Das Unplanbare für den Ernstfall planbar machen.

Als interprofessionelle Fachgesellschaft denken & handeln wir unserer Zeit voraus, damit im Katastrophenfall interdisziplinär schnell gehandelt werden kann.

Wenn Sie aktiv an der Weiterentwicklung der Katastrophenhilfe mitwirken möchten, sich weiterbilden möchten oder sich im Rahmen Ihres Studiums für Expertise in diesem Fachgebiet interessieren, sprechen Sie uns an.

Hochkarätige Expertise – seit der Gründung bis heute verbinden wir Expertise höchster Güte in der Katastrophenbewältgung.

Starke Werte   – wir handeln nach den Grundsätzen der humanitären Hilfe: menschlich, neutral, unparteilich, unabhängig.

Interdisziplinäres Team – wir fördern den interprofessionellen Dialog und Lösungen rund um Katastrophenmedizin und Katastrophenmanagement.

Internationale Zusammenarbeit – als wissenschaftliche Fachgesellschaft pflegen wir nationale und internationale Kooperationen und Partnerschaften.

AG Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)

Die Arbeitsgemeinschaft Mitteldeutschland ist ein regionales Netzwerk von Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen Katastrophenschutz, Notfallmedizin, Rettungsdienst, Gesundheitswesen, Verwaltung und Hilfsorganisationen. Sie dient dem interdisziplinären Austausch, der fachlichen Weiterentwicklung sowie der Stärkung der katastrophenmedizinischen Strukturen in der Region.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, aktuelle Herausforderungen im Bevölkerungsschutz auf regionaler Ebene zu analysieren, Lösungsansätze zu diskutieren und den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis zu fördern. Dabei werden sowohl medizinische als auch organisatorische, strukturelle und gesundheitspolitische Aspekte berücksichtigt. Die Mitglieder der AG sind als neutrale Experte vor Ort sehr angesehen.

Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als offene Plattform für Mitglieder der DGKM sowie interessierte Fachkräfte, die zur Weiterentwicklung einer leistungsfähigen katastrophenmedizinischen Versorgung beitragen möchten.

AG Leiter sind Jens Schiffner und Albrecht Scheuermann

Kontakt: ag-mdt@dgkm.org

AG MANV-Register

Massenanfall von Verletzten (MANV) – Wissen, um besser zu handeln

Das MANV-Register unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V. (DGKM) dient der systematischen Erfassung, Dokumentation und Auswertung von MANV-Ereignissen im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, aus realen Einsätzen zu lernen und wertvolle Erkenntnisse für die Optimierung von Strukturen, Abläufen und Versorgungsstrategien in der Katastrophenmedizin zu gewinnen.

Warum ein MANV-Register?

Bei einem MANV stoßen Rettungsdienste, Kliniken und Einsatzleitungen oft an organisatorische und personelle Grenzen. Solche Ereignisse sind selten, aber jedes bietet wichtige Informationen, die helfen können, zukünftige Situationen besser zu bewältigen. Durch Ihre Meldung tragen Sie dazu bei, ein realistisches Bild der Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu zeichnen – und damit die medizinische Versorgung im Katastrophenfall nachhaltig zu verbessern.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

Strukturierte Eingabe: Einfache und standardisierte Erfassung relevanter Einsatzdaten

Wissenschaftliche Auswertung: Analyse von Trends, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

Wissenstransfer: Rückmeldungen und Empfehlungen für Einsatzorganisationen und Entscheider

Datenschutzkonform: Erhebung und Speicherung gemäß geltender Datenschutzrichtlinien

Wer kann mitmachen?

Alle Organisationen und Institutionen, die an MANV-Einsätzen beteiligt sind – z. B. Rettungsdienste, Feuerwehren, Behörden und Kommunen – sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen über das Register zu teilen. Auch historische Daten sollten, sofern vorhanden, verfügbar gemacht werden. Für alle wissenschaftlichen Themen soll der Abruf von Daten möglich sein.

AG-Leiter: Andreas Follmann und Tim Scheuerer

Kontakt: manv-register@dgkm.org

 

Aktuelle Entwicklungen

 Grundlagen Bevölkerungsschutz / Selbstvorsorge für Erwachsene (Online-Kurs)

 Grundlagen Bevölkerungsschutz / Selbstvorsorge für Kinder (Online-Kurs bzw. Präsenzkurs)

Kate – die Katastropheneule

Curriculum Katastrophenmedizin im Medizinstudium (Ansprechpartner Robert Wunderlich)

 

Aktuelle Veröffentlichungen

Unsere Mission

Katastrophen sind unvorhersehbar – doch ihre Bewältigung darf nicht unvorbereitet sein. Als Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) ist es unsere Mission, die Strukturen und Strategien für medizinische Notfallversorgung im Katastrophenfall nachhaltig zu verbessern. Dabei denken wir interdisziplinär, handeln interprofessionell und vernetzen uns gezielt mit allen relevanten Akteuren im Bevölkerungsschutz – national wie international.

Unsere Fachgesellschaft entwickelt zukunftsorientierte Konzepte, die helfen, auch unter extremen Bedingungen rasch eine effektive und menschenwürdige Versorgung sicherzustellen. Ob bei Flut, Hitzewellen, Krieg, Terror, Pandemien oder Umweltkatastrophen: Wir engagieren uns mit Weitblick und Fachwissen, um Sichtung, Priorisierung und Rettung schnellstmöglich zu ermöglichen – mit dem Ziel, individuelle notfallmedizinische Versorgung wiederherzustellen.

Dazu arbeiten wir eng mit Institutionen wie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie mit zahlreichen humanitären Organisationen zusammen. Unsere Expertise fließt beratend in Praxis, Lehre und Forschung ein – für eine resiliente Gesellschaft in Zeiten wachsender globaler Herausforderungen.

Unser ThinkTank

Die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) ist der interdisziplinäre Think Tank für die Weiterentwicklung von Katastrophenmedizin, -management und -bewältigung. Als interprofessionelle Instanz bündeln wir Expertise aus Medizin, Technik, Logistik, Psychosozialer Versorgung, öffentlichem Gesundheitswesen und weiteren relevanten Bereichen.

Unser Ziel: vorausschauende Strategien entwickeln, um im Katastrophenfall – ob Naturereignis, technisches Versagen oder menschliches Einwirken – effizient und strukturiert handeln zu können. Wir befassen uns mit der Herausforderung, bei Großschadenslagen mit tausenden Betroffenen verschiedenster Krankheits- oder Verletzungsmuster eine koordinierte Versorgung sicherzustellen. Dabei setzen wir auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und praxisnahe Formate: vom DGKM-Handbuch über innovative Sichtungsprojekte (wie PRIOR und BiA) bis hin zu CBRN-Expertisen, Konsensuskonferenzen und sicherheitsrelevanter Forschung.

Unser Think Tank steht für Austausch, Innovation und Kompetenz – weil im Ernstfall jede Sekunde zählt.